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Google Ads Fehler vermeiden: Die acht häufigsten Budgetfresser

In fast jedem Google-Ads-Konto, das ich übernehme, finden sich dieselben Fehler. Keiner davon ist exotisch, und keiner ist teuer zu beheben. Sie kosten trotzdem Monat für Monat Geld, weil niemand hinsieht. Hier sind die acht, die am häufigsten vorkommen.

1. Keywords geraten statt recherchiert

Wer die Suchbegriffe aus dem Bauch heraus zusammenstellt, trifft die eigene Sprache — nicht die der Kunden. Firmen verkaufen „Fördertechnik”, gesucht wird nach „Hebebühne mieten”.

Was hilft: Recherche im Keyword-Planer, aber vor allem der Suchbegriffe-Bericht nach den ersten Wochen. Dort steht, was Leute tatsächlich eingetippt haben. Wie das systematisch abläuft, steht im Beitrag zur Keyword-Recherche.

2. Keine auszuschließenden Suchbegriffe

Der teuerste Fehler überhaupt. Ohne Negativliste zahlst Du für „kostenlos”, „gebraucht”, „Jobs”, „Erfahrungen”, „selber machen” und für Anfragen aus Nachbarbranchen, die Dich nichts angehen.

Was hilft: In den ersten vier Wochen wöchentlich in den Suchbegriffe-Bericht sehen und konsequent ausschließen. Später reicht einmal im Monat. Eine gepflegte Negativliste ist bei kleinem Budget der stärkste Hebel, den es gibt — mehr dazu unter negative Suchbegriffe.

3. Nur weitgehend passende Keywords

Weitgehend passende Begriffe brauchen Conversion-Daten und eine Gebotsstrategie, die damit umgehen kann. Ohne beides liefert Google alles aus, was thematisch entfernt verwandt ist.

Was hilft: Starte mit Wortgruppe und genau passend. Weitgehend passend kommt dazu, wenn Tracking läuft und genug Conversions vorhanden sind.

4. Falsche oder zu viele Conversion-Ziele

Wenn Newsletter-Anmeldung, PDF-Download, Kontaktformular und Anruf alle als primäre Conversion zählen, optimiert die Automatik auf das, was am leichtesten zu bekommen ist. Das ist selten das, was Umsatz bringt.

Was hilft: Genau eine primäre Conversion-Aktion — die, die dem Geschäft entspricht. Alles andere auf „sekundär” stellen und nur beobachten. Wenn Anfragen unterschiedlich viel wert sind, Conversion-Werte hinterlegen.

5. Gebotsstrategie ohne Datengrundlage

Ziel-CPA und Ziel-ROAS sind gut, wenn genug Conversions vorliegen. Google nennt als Richtwert etwa 30 Conversions in 30 Tagen für Ziel-CPA und rund 50 für Ziel-ROAS. Wer die Strategie bei fünf Conversions im Monat einschaltet, bekommt eine Kampagne, die kaum noch ausliefert.

Was hilft: Erst „Conversions maximieren” ohne Zielwert, dann umstellen. Und den Zielwert nicht in Sprüngen ändern — Änderungen von mehr als etwa 20 % werfen die Strategie in eine neue Lernphase.

6. Die Startseite als Landingpage

Wer auf eine Anzeige für ein bestimmtes Produkt klickt und auf der Startseite landet, muss selbst weitersuchen. Die meisten tun das nicht.

Was hilft: Jede Anzeigengruppe zeigt auf die Seite, die genau das Versprechen der Anzeige einlöst. Das ist gleichzeitig der Hebel für die Landingpage-Erfahrung im Qualitätsfaktor. Wenn die Seite dafür nicht taugt, ist das ein Website-Thema, kein Kampagnenthema — siehe Website erstellen lassen.

7. Mobil nicht geprüft

Der größte Teil der Klicks kommt vom Handy. Wenn die Seite dort vier Sekunden lädt, das Formular acht Felder hat oder die Telefonnummer nicht antippbar ist, verlierst Du genau die Leute, für die Du eben bezahlt hast.

Was hilft: Die Landingpage auf dem eigenen Telefon durchklicken, nicht im Desktop-Browser mit schmalem Fenster. Zur technischen Seite: mobile SEO und Website-Ladezeit.

8. Assets weggelassen

Sitelinks, Zusatzinformationen, Snippets, Anruf-Assets. Sie machen die Anzeige größer, geben mehr Kontext und erhöhen die Klickrate — und werden trotzdem in vielen Konten gar nicht gepflegt.

Was hilft: Mindestens vier Sitelinks und vier Zusatzinformationen pro Kampagne. Das ist eine halbe Stunde Arbeit und wirkt dauerhaft. Details zu Bildern stehen im Beitrag zu den Bild-Assets.

Der Fehler hinter allen Fehlern

„Einrichten und laufen lassen” funktioniert bei Google Ads nicht. Der Wettbewerb ändert Gebote, Google ändert Formate, Deine eigenen Preise ändern sich. Ein Konto ohne regelmäßigen Blick verliert schleichend an Effizienz — meist merkt man es erst, wenn die Kosten pro Anfrage sich verdoppelt haben.

Ein realistischer Rhythmus für ein normales Konto:

Wie oftWas
wöchentlichSuchbegriffe prüfen, ausschließen, Budgetverlauf ansehen
monatlichAnzeigentexte testen, Gebotsziele nachjustieren, Bericht
quartalsweiseStruktur, Landingpages und Zielwerte grundsätzlich hinterfragen

Das lässt sich selbst machen — es muss nur jemand tatsächlich tun.

Wenn Du wissen willst, welche dieser acht Punkte auf Dein Konto zutreffen: Im kostenlosen Audit sehe ich mir Struktur, Tracking und Suchbegriffe an und schreibe auf, was ich ändern würde. Was die laufende Betreuung umfasst, steht auf der Seite zu Google Ads, die Preise dazu offen unter Preise.

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Wenn Anfragen nicht Monate warten können: Ich baue die Kampagnen auf, schließe Suchbegriffe ohne Kaufabsicht aus und zeige Dir monatlich, was eine Anfrage gekostet hat. Das Werbebudget zahlst Du direkt an Google.

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Google Ads im Detail

Wie gut ist Deine Website wirklich?

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Johannes Diederichs an seinem Schreibtisch in Gronau